Lesepfad: Weihnachten

Christbaum

Christen, Ada

Hörst auch du die leisen Stimmen
aus den bunten Kerzlein dringen?
Die vergessenen Gebete
aus den Tannenzweiglein singen?
Hörst auch du das schüchtern-frohe,
helle Kinderlachen klingen?
Schaust auch du den stillen Engel
mit den reinen, weißen Schwingen? -
Schaust auch du dich selber wieder
fern und fremd nur wie im Traume?
Grüßt auch dich mit Märchenaugen
deine Kindheit aus dem Baume?

Weihnachten

Ringelnatz, Joachim

Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,
mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit,
und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
schöne Blumen der Vergangenheit.

Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise,
und das alte Lied von Gott und Christ
bebt durch Seelen und verkündet leise,
dass die kleinste Welt die größte ist.

Es gibt so wunderweiße Nächte

Rilke, Rainer Maria

Es gibt so wunderweiße Nächte,
Drin alle Dinge Silber sind.
Da schimmert mancher Stern so lind,
Als ob er fromme Hirten brächte
Zu einem neuem Jesuskind.

Weit wie mit dichtem Demantstaube
Bestreut, erscheinen Flur und Flut,
Und in die Herzen, traumgemut,
Steigt ein kapellenloser Glaube,
Der leise seine Wunder tut.

Die Glocke von Innisfare

Halm, Friedrich

Weihnachtsabend, Fest der Kleinen,
wie sie harren auf dein Erscheinen,
wie mit freuderoten Wangen
jubelnd laut sie dich empfangen!
Weihnachtsabend, bei arm und reich,
überall grünt dein Tannenzweig,
überall brennen deine Kerzen,
überall schlagen kleine Herzen,
strecken hastig kleine Hände
sich entgegen deiner Spende,
überall grüßt dich, wo es sei,
Weihnachtsabend, ein Freudenschrei!
- Weihnachtsabend, Fest der Kleinen,
dorther grüßt dich leises Weinen!
Dort, wo Schottlands klarer Tweed
rauscht durch Cheviots Waldgebiet,
wo sich zwischen Felsenengen
Coldstreams Hütten zusammendrängen,
dort im Stübchen, arm und kahl,
in der Dämmerung mattem Strahl
wacht ein Kind am Schmerzenslager,
drauf die Mutter, blass und hager,
ächzt und stöhnt in Fieberqual.
Arme Mary, zehnmal kaum
sah sie blühen den Apfelbaum,
und schon gelben Sturm und Wetter
ihr des Lebensbaumes Blätter,
sorgend sitzt sie, horcht und lauscht,
wie der Mutter Pulsschlag rauscht,
blickt im Dunkeln scheu umher,
und, das Herz von Kummer schwer,
grüßt sie still mit leisem Weinen,
Weihnachtsabend, dein Erscheinen.
- Durch die rauchgeschwärzten Scheiben
irrt der Blick und starrt hinaus
in des Nachtgewölkes Treiben;
sieh, da geht im Nachbarhaus
Licht an Licht auf, hell wie Sterne,
Weihnachtsjubel schallt von ferne,
froher Spiele Saus und Braus,
und vor Kummer und vor Sehnen
heißer fließen Marys Tränen,
und ihr Herz wird trüb’ und trüber,
horch, da schallt das Lied herüber,
das zur Weihnachtsfeierstunde
dorten geht von Mund zu Munde,
also weht’s von ferne her:
"Im Kloster von Innisfare,
da tönt nicht Chor noch Orgel mehr,
die schlimmen Sachsen warfen’s nieder,
seitdem erhob es sich nicht wieder,
in Trümmern liegt’s, mich dauert’s sehr,
das Kloster von Innisfare.
- Vom Kloster von Innisfare
nur eine Kapelle ist übrig mehr,
drin hängt ein Glöcklein von gutem Klange,
zieht einer zur rechten Zeit am Strange,
wirkt Wunder rings im Land umher
das Glöcklein von Innisfare.
- Das Glöcklein von Innisfare!
Liegt ein, Kranker danieder schwer,
dass er wieder euch gesunde,
in der Christnacht zwölfter Stunde
zieht das Glöcklein, ich rat’ euch’s sehr,
das Glöcklein von Innisfare."
- Leise war das Lied verklungen,
und ein Seufzer, dumpf und schwer,
tief vom Herzen losgerungen,
tönt vom Schmerzenslager her,
und der Worte mächtig kaum
stammelt die Kranke im Fiebertraum:
"Ja, die Glocke von Innisfare!
Wenn noch dein Vater am Leben wär’
dass er das Glöcklein mir läuten ginge,
so entkäm’ ich des Todes Schlinge,
müsste nicht hier in Not verderben,
Mary, mein Kind, da müsst’ ich nicht sterben.
Wenn noch dein Vater am Leben wär’!"
- Spricht’s und ’ sinkt zurücke wieder,
und Erschöpfung, bleiern schwer,
lähmt die Zunge, lähmt die Glieder.
Schweigend senkt die Nacht sich nieder,
rings ersterben Sang und Tanz,
Festgejubel und Lichterglanz,
stille, wird’s in allen Hütten,
Christnacht kommt herangeschritten.
- Durch Coldstreams Schlucht weht Sturmgebraus,
und löscht am Himmel die Sterne aus,
Schnee wirbelt dicht und schwer,
elf Schläge dröhnen vom Turme her.
Der Riegel klirrt, es knarrt die Tür,
wer wagt ins Freie sich herfür?
Wer wagt in die wilde Nacht sich hinaus,
in Schneegestöber und Sturmgebraus?
Ein Mädchen ist’s, zart, schmächtig und klein,
wohl hüllt es in sein Tuch sich ein,
doch gibt’s die Füße nackt dem Eis,
die blonden Locken dem Sturme preis,
ein Stab bewehrt die eine Hand,
die andere hält der Leuchte Brand,
so eilt sie hin, rasch wie der Wind,
und riet’ ihr einer: "Steh still, mein Kind!
Der Sturm verwehrt dich in deiner Flucht,
der Schnee begräbt dich mit seiner Wucht,
kehr’ heim ins schützende Gemach,
das Wetter will nicht - gib ihm nach!"
Drauf spräch’ sie nur: "Habt schönen Dank!
Die Mutter liegt daheim schwerkrank,
muss läuten das Glöcklein von Innisfare,
mein Vater ist nicht am Leben mehr."
Das spräche sie und eilte fort.
Nehm’ Gott sie denn in seinen Hort!
- Bergan, bergunter, hinab, hinauf,
so stürmt sie hin in raschem Lauf,
Schnee birgt die Kluft und deckt den Stein,
hab’ acht: glatt ist der Felsenrain!
Sie strauchelt, sie gleitet - weh, sie fällt!
Die Leuchte liegt am Stein zerschellt.
Sie aber rafft sich frisch empor
und eilt dahin rasch wie zuvor,
eilt mutig weiter, hinab, hinauf,
bergan, bergunter, in flücht’gem Lauf.
Wohl trieft ihr Röcklein, wohl trieft ihr Haar,
wohl steht auf der Stirne der Schweiß ihr klar,
wohl wirbelt der Schnee rings schwer und dicht,
sie achtet’s nicht, sie weiß es nicht,
nach Innisfare nur steht ihr Sinn
- doch halt, wo trug ihr Fuß sie hin?
Weil ihr die Leuchte dort zerbrach,
ging irrend falschem Pfad sie nach,
das Kloster liegt drüben auf der Höh’,
und sie steht unten tief am See,
wenn Eis auch die Flut in Fesseln legt,
wer weiß, ob’s hält, wer weiß, ob’s trägt?
Und soll sie zurücke? - Nimmermehr!
Da dröhnen drei Schlage vom Dorfe her;
"Dreiviertel auf zwölf! So helf mir Gott,
ich muss hinüber und wär’s mein Tod!"
Da ist sie schon am Uferrand.
Halt ein, mein Kind, und bleib am Land!
Das Eis ist dünn - noch ist es Zeit
schon kracht’s und prasselt’s weit und breit.
Da bricht’s - ein Schrei - nehm’ deine Huld
sie gnädig auf, die rein von Schuld!
Doch nein - noch flimmert ihr weiß Gewand,
von Scholle zu Scholle springt sie ans Land
- nun ist sie drüben, und nun im Lauf
stürmt sie den Klosterberg hinauf.
Nun ist sie oben, nun ist’s erreicht,
nun schlägt das Herz ihr frei und leicht,
nun atmet sie auf, tief, frei und lang,
es ist vollbracht, der schwere Gang!
Und vorwärts dringt in frommer Luft
sie durch der Trümmer Schutt und Wust,
nur eine Kapelle ist übrig mehr,
dort ragt ihr spitzes Türmlein her,
und aus dem Türmlein glänzt von fern
die Glocke her, ein Rettungsstern.
Die Tür steht offen, sie tritt hinein,
nun lass das Werk vollendet sein,
zieh an das Glöcklein, dass es klingt
und deiner Mutter Genesung bringt!
Was säumst du, Kind? Was suchst du lang?
Greif zu - Herr Gott, es fehlt der Strang!
Zu ihren Füßen, liegt im Staub
sein karger Rest, des Moders Raub,
die Treppe stürzte ein im Brand,
die sonst empor zum Turm sich wand,
kein Weg, kein Steg, der aufwärts führt,
kein Hebel, der die Glocke rührt!
Du armes Kind! Des Sturms Gebraus
pfeift durch die Mauern und höhnt dich aus.
Vergebens kamst du durch Wind und Schnee,
vergebens drangst du über den See,
vergebens streckst du die Arme dein
zur Glocke empor! Es soll nicht sein!
Im Dorfe schlägt es Mitternacht,
der Himmel will’s nicht, sein ist die Macht!
- Starr stand das Kind, doch wie’s vernahm
den Stundenschlag, zu sich es kam
und wirft sich nieder auf den Stein
und faltet fromm die Hände klein
und betet: "Liebes Christkind du!
Hör gnädig der armen Mary zu,
die Mutter sagt, so ist’s auch wahr,
du kämst zu uns Kindern Jahr für Jahr,
du gingst vorbei an der Schlimmen Haus,
den Frommen teiltest du Gaben aus,
so bitt’ ich denn, vergiss nicht mein,
Christkind in deinem Strahlenschein,
und weil dies Jahr ich nichts bekommen,
und war doch eines von den Frommen,
so bitt’ ich dich, gewähre mir
nur ein paar Schläge der Glocke hier,
dass mir die Mutter am Leben bleib’
und neu sich stärk’ ihr siecher Leib,
Gewähr’ der armen Mary dies,
ich heiß ja, wie deine Mutter hieß!"
- Und spricht’s, und heiß vom Antlitz rinnt
ein Tränenstrom dem armen Kind,
und eh’ im Dorf noch der zwölfte Schlag
verkündet einen neuen Tag,
da plötzlich regt sich’s,
da horch, bewegt sich’s,
da schwingt sich’s im Kreise,
da schallet leise
ein Schlag, noch einer und noch mehr,
da läutet die Glocke von Innisfare!
Das tat der Sturm nicht, des rohe Macht
dahintobt brausend durch die Nacht,
das ist der Herr, der Gewährung nickt
dem Kind, das gläubig aufwärts blickt,
und wie hinaus über Berg und Wald
mit mächt’gem Ruf die Glocke schallt,
da mischt sich dem Kind wie Engelsang
der Mutter Stimme in ihren Klang.
Gerettet! weht’s ihm von ferne her
ins Geläute der Glocke von Innisfare.

Vom Himmel in die tiefsten Klüfte

Storm, Theodor

Vom Himmel in die tiefsten Klüfte
Ein milder Stern herniederlacht;
Vom Tannenwalde steigen Düfte
Und hauchen durch die Winterlüfte,
Und kerzenhelle wird die Nacht.

Mir ist das Herz so froh erschrocken,
Das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fernher Kirchenglocken
Mich lieblich heimatlich verlocken
In märchenstille Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich wieder,
Anbetend, staunend muss ich stehn;
Es sinkt auf meine Augenlider
Ein goldner Kindertraum hernieder,
Ich fühl´s ein Wunder ist geschehn.

Weihnachtszeit

Stoltze, Friedrich

Und zögst du tausend Meilen weit
In alle Welt hinaus,
Und kommt die liebe Weihnachtszeit,
Du wollt‘st, du wärst zu Haus!
Die Nachtigall, so süß sie singt,
Weckt Sehnsucht nicht so sehr,
Als wenn das Weihnachtsglöckchen klingt,
Von deiner Heimat her.

Da fällt dir mit dem Tannenbaum
Und mit dem Lichterschein,
Der ganze schöne, goldne Traum
Von deiner Kindheit ein.
Es wird dir so erinnrungsmild,
Die Tränen kommen schier,
Und manches liebe Menschenbild
Tritt vor die Seele dir.

Und mancher, der dir teuer war,
Und Gutes dir erzeigt,
der schläft nun auch schon manches Jahr -
Die Erde sei ihm leicht!
Und wem du in der Heimat bist
In Liebe zugetan,
Dem stecktest du zum heil‘gen Christ
gern auch ein Lämpchen an.

Und bist geschieden du im Groll,
Heut‘ tut dir‘s doppelt leid.
Und denkst nach Haus wohl wehmutsvoll,
das macht die Weihnachtszeit!
Denn bittrer ist die Fremde nicht
Als in der Weihnachtslust,
Wo du, ein unbekannt Gesicht,
Bei Seite treten musst.

Drum zögst du tausend Meilen weit
In alle Welt hinaus,
Und kommt die liebe Weihnachtszeit
du wollt‘st du wärst zu Haus!
Die Nachtigall, so süß sie singt,
Weckt Sehnsucht nicht so sehr
Als wenn das Weihnachtsglöckchen klingt
Von deiner Heimat her.

Christnacht

Prutz, Robert

Heil'ge Nacht, auf Engelsschwingen
nahst du leise dich der Welt,
und die Glocken hör' ich klingen,
und die Fenster sind erhellt.
Selbst die Hütte trieft von Segen,
und der Kindlein froher Dank
jauchzt dem Himmelskind entgegen,
und ihr Stammeln wird Gesang.

Mit der Fülle süßer Lieder,
mit dem Glanz um Tal und Höh'n,
Heil'ge Nacht, so kehrst du wieder,
wie die Welt dich einst gesehn,
da die Palmen lauter rauschten,
und, versenkt in Dämmerung,
Erd' und Himmel Worte tauschten,
Worte der Verkündigung.

Da, mit Purpur übergossen,
aufgetan von Gottes Hand,
alle Himmel sich erschlossen,
glänzend über Meer und Land;
da, den Frieden zu verkünden,
sich der Engel niederschwang,
auf den Höhen, in den Gründen
die Verheißung wiederklang;

Da, der Jungfrau Sohn zu dienen,
Fürsten aus dem Morgenland
in der Hirten Kreis erschienen,
Geld und Myrrhen in der Hand!
Da mit seligem Entzücken
sich die Mutter niederbog,
sinnend aus des Kindes Blicken
nie gefühlte Freude zog.

Heil'ge Nacht, mit tausend Kerzen
steigst du feierlich herauf,
o, so geh' in unsern Herzen,
Stern des Lebens, geh' uns auf!
Schau, im Himmel und auf Erden
glänzt der Liebe Rosenschein:
Friede soll's noch einmal werden
und die Liebe König sein!

Die heil'gen Drei Könige

Heine, Heinrich

Die heil'gen Drei Könige aus dem Morgenland,
sie frugen in jedem Städtchen:
"Wo geht der Weg nach Bethlehem,
ihr lieben Buben und Mädchen?"

Die Jungen und Alten, sie wussten es nicht,
die Könige zogen weiter,
sie folgten einem goldenen Stern,
der leuchtete lieblich und heiter.

Der Stern bleibt stehn über Josefs Haus,
da sind sie hineingegangen;
das Öchslein brüllt, das Kindlein schrie,
die heil'gen Drei Könige sangen.

Der Stern

Busch, Wilhelm

Hätt` einer auch fast mehr Verstand
als wie die drei Weisen aus Morgenland
und ließe sich dünken, er wäre wohl nie
dem Sternlein nachgereist, wie sie;
dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
seine Lichtlein wonniglich scheinen lässt,
fällt auch auf sein verständig Gesicht,
er mag es merken oder nicht,
ein freundlicher Strahl
des Wundersternes von dazumal.

Die Könige

Cornelius, Peter

Drei Könige wandern aus Morgenland,
ein Sternlein führt sie zum Jordanstrand,
in Juda fragen und forschen die drei,
wo der neugeborne König sei.
Sie wollen Weihrauch, Myrrhen und Gold
zum Opfer weihen dem Kindlein hold.

Und hell erglänzet des Sternes Schein,
zum Stalle gehen die Könige ein,
das Knäblein schauen sie wonniglich,
anbetend neigen die Könige sich,
sie bringen Weihrauch, Myrrhen und Gold
zum Opfer dar dem Knäbelein hold.

O Menschenkind, halte treulich Schritt,
die Könige wandern, o wandere mit!
Der Stern des Friedens, der Gnade Stern
erhelle dein Ziel, wenn du suchest den Herrn;
und fehlen dir Weihrauch, Myrrhen und Gold,
schenke dein Herz dem Knäblein hold!

Weihnachtsglocken

Dehmel, Richard

Tauchet, heil'ge Klänge, wieder
ganz in meinen Glauben mich!
Quellet, quellt, ihr alten Lieder:
füllet ganz mit Reinheit mich!

dass ich in die Knie fallen,
Ein Mal wieder beten kann,
Ein Mal wie ein Kind noch lallen
und die Hände falten kann!

Denn ich fühl's: die Liebe lebet,
die in Ihm geboren worden,
ob sie gleich in Rätseln schwebet,
ob gleich Er gekreuzigt worden;

denn ich sehe fromm sie werden -
heute, Ewig fromm - die Menschen,
wenn es klinget: Fried' auf Erden
und ein Wohlgefall'n den Menschen!

Weihnacht

Wildenbruch, Ernst von

Die Welt wird kalt, die Welt wird stumm,
der Winter-Tod zieht schweigend um;
er zieht das Leilach weiß und dicht
der Erde übers Angesicht -
Schlafe - schlafe

Du breitgewölbte Erdenbrust,
du Stätte aller Lebenslust,
hast Duft genug im Lenz gesprüht,
im Sommer heiß genug geglüht,
nun komme ich, nun bist du mein,
gefesselt nun im engen Schrein -
Schlafe - schlafe

Die Winternacht hängt schwarz und schwer,
ihr Mantel fegt die Erde leer,
die Erde wird ein schweigend Grab,
ein Ton geht zitternd auf und ab:
Sterben - sterben.

Da horch - im totenstillen Wald
was für ein süßer Ton erschallt?
Da sieh - in tiefer dunkler Nacht
was für ein süßes Licht erwacht?
Als wie von Kinderlippen klingt's,
von Ast zu Ast wie Flammen springt's,
vom Himmel kommt's wie Engelsang,
ein Flöten- und Schalmeienklang:
Weihnacht! Weihnacht!

Und siehe - welch ein Wundertraum:
Es wird lebendig Baum an Baum,
der Wald steht auf, der ganze Hain
zieht wandelnd in die Stadt hinein.
Mit grünen Zweigen pocht es an:
»Tut auf, die sel'ge Zeit begann,
Weihnacht! Weihnacht!«

Da gehen Tür und Tore auf,
da kommt der Kinder Jubelhauf,
aus Türen und aus Fenstern bricht
der Kerzen warmes Lebenslicht.
Bezwungen ist die tote Nacht,
zum Leben ist die Lieb' erwacht,
der alte Gott blickt lächelnd drein,
des lasst uns froh und fröhlich sein!
Weihnacht! Weihnacht!

Stern von Bethlehem

Stoecklin, Francisca

Unendlich Blau.
Geweihte Nacht.
Und immer fällt der Schnee
In zarten Sternen.
Deckt die weite Erde sacht.
Heilige Nacht ...
Durchglüht vom Leidensblut
Des lieben Herrn.

Wir pilgern noch im Dunkel.
Doch wir sehen seinen Stern.

Die Heilige Nacht

Mörike, Eduard

Gesegnet sei die Heilige Nacht,
Die uns das Licht der Welt gebracht! -

Wohl unterm lieben Himmelszelt
Die Hirten lagen auf dem Feld.

Ein Engel Gottes, licht und klar,
Mit seinem Gruß tritt auf sie dar.

Vor Angst sie decken ihr Angesicht,
Da spricht der Engel: "Fürcht't euch nicht!

Ich verkünd' euch große Freud:
Der Heiland ist euch geboren heut."

Da gehn die Hirten hin in Eil,
Zu schaun mit Augen das ewig Heil;

Zu singen dem süßen Gast Willkomm,
Zu bringen ihm ein Lämmlein fromm. -

Bald kommen auch gezogen fern
Die Heil'gen Drei König' mit ihrem Stern.

Sie knien vor dem Kindlein hold,
Schenken ihm Myrrhen, Weihrauch, Gold.

Vom Himmel hoch der Engel Heer
Frohlocket: "Gott in der Höh sei Ehr!"

Süßer die Glocken nie klingen

Kritzinger, Friedrich Wilhelm

Süßer die Glocken nie klingen
Als zu der Weihnachtszeit:
´s ist, als ob Engelein singen
Wieder von Frieden und Freud'.
Wie sie gesungen in seliger Nacht,
Glocken, mit heiligem Klang
Klingen die Erde entlang.
 
O, wenn die Glocken erklingen,
schnell sie das Christkindlein hört.
Tut sich vom Himmel dann schwingen
eilet hernieder zur Erd.
Segnet den Vater, die Mutter, das Kind;
Glocken mit heiligem Klang,
Klingen die Erde entlang.
 
Klinget mit lieblichem Schalle
Über die Meere noch weit,
Dass sich erfreuen doch alle
Seliger Weihnachtszeit.
Alle aufjauchzen mit einem Gesang;
Glocken mit heiligem Klang,
Klingen die Erde entlang.

Des Herren Geburt

Gryphius, Andreas

Der Mensch war Gottes Bild.
Weil dieses Bild verloren,
wird Gott, ein Menschenbild,
in dieser Nacht geboren.

Erwartung

Gerok, Karl

Die Kindlein sitzen im Zimmer
- Weihnachten ist nicht mehr weit -
bei traulichem Lampenschimmer
und jubeln: "Es schneit, es schneit!"

Das leichte Flockengewimmel,
es schwebt durch die dämmernde Nacht
herunter vom hohen Himmel
vorüber am Fenster so sacht.

Und wo ein Flöckchen im Tanze
den Scheiben vorüberschweift,
da flimmert's in silbernem Glanze,
vom Lichte der Lampe bestreift.

Die Kindlein sehn's mit Frohlocken,
sie drängen ans Fenster sich dicht,
sie verfolgen die silbernen Flocken,
die Mutter lächelt und spricht:

"Wisst, Kinder, die Engelein schneidern
im Himmel jetzt früh und spät;
an Puppenbettchen und Kleidern
wird auf Weihnachten genäht.

Da fällt von Säckchen und Röckchen
manch silberner Flitter beiseit,
von Bettchen manch Federflöckchen;
auf Erden sagt man: es schneit.

Und seid ihr lieb und vernünftig,
ist manches für euch auch bestellt;
wer weiß, was Schönes euch künftig
vom Tische der Engelein fällt!"

Die Mutter spricht's; - vor Entzücken
den Kleinen das Herz da lacht;
sie träumen mit seligen Blicken
hinaus in die zaubrische Nacht.

Christnacht

Saar, Ferdinand von

Wieder mit Flügeln, aus Sternen gewoben,
Senkst du herab dich, o heilige Nacht;
Was durch Jahrhunderte alles zerstoben –
Du noch bewahrst deine leuchtende Pracht.

Ging auch der Welt schon der Heiland verloren,
Der sich dem Dunkel der Zeiten entrang,
Wird er doch immer aufs neue geboren,
Nahst du, Geweihte, dem irdischen Drang.

Selig durchschauernd kindliche Herzen,
Bist du des Glaubens süßester Rest;
Fröhlich begangen bei flammenden Kerzen,
Bist du das schönste, das menschlichste Fest.

Leerend das Füllhorn beglückender Liebe,
Schwebst von Geschlecht zu Geschlecht du vertraut –
Wo ist die Brust, die verschlossen dir bliebe,
Nicht dich begrüßte mit innigstem Laut?

Und so klingt heut noch das Wort von der Lippe,
Das einst in Bethlehem preisend erklang,
Strahlet noch immer die lieblichste Krippe –
Tönt aus der Ferne der Hirten Gesang .....

Was auch im Sturme der Zeiten zerstoben –
Senke herab dich in ewiger Pracht,
Leuchtende du, aus Sternen gewoben,
Frohe, harzduftende, heilige Nacht!.

 

Weihnachtsbäume

Falke, Gustav

Nun kommen die vielen Weihnachtsbäume
aus dem Wald in die Stadt herein.
Träumen sie Ihre Waldesträume
wieder beim Laternenschein?


Könnten sie sprechen! Die holden Geschichten
von der Waldfrau, die Märchen webt,
was wir uns erst alles erdichten,
sie haben das alles wirklich erlebt.


Da steh'n sie nun an den Straßen und schauen
wunderlich und fremd darein,
als ob sie der Zukunft nicht trauen,
es muss doch was im Werke sein!


Freilich, wenn sie dann in den Stuben
im Schmuck der hellen Kerzen stehn,
und den kleinen Mädchen und Buben
in die glänzenden Augen sehn.


Dann ist ihnen auf einmal, als hätte
ihnen das alles schon mal geträumt,
als sie noch im Wurzelbette
den stillen Waldweg eingesäumt.


Dann stehen sie da, so still und selig,
als wäre ihr heimlichstes Wünschen erfüllt,
als hätte sich ihnen doch allmählich
ihres Lebens Sinn enthüllt:


Als wären sie für Konfekt und Lichter
vorherbestimmt, und es müsste so sein,
und ihre spitzen Nadelgesichter
sehen ganz verklärt darein.

Weihnachtszeit

Hoffmann von Fallersleben, August Heinrich

O schöne, herrliche Weihnachtszeit!
Was bringst du Lust und Fröhlichkeit!
Wenn der heilige Christ in jedem Haus
teilt seine lieben Gaben aus.
Und ist das Häuschen noch so klein,
so kommt der heilige Christ hinein,
und alle sind ihm lieb wie die Seinen,
die Armen und Reichen, die Grossen und Kleinen.
Der heilige Christ an alle denkt,
ein jedes wird von ihm beschenkt.
Drum lasst uns freuen und dankbar sein!
Er denkt auch unser, mein und dein!

Weihnachten

Kletke, Hermann

Die Tage kommen, die Tage gehn,
der schönste Tag hat kein Bestehn,
ob Lenz und Sommer schmückt die Welt,
rasch kommt der Herbst ins Stoppelfeld,
es saust, es schneit, es friert; doch dann -
das Christkind zündet die Lichter an!

O Kindeslust, o Kindertraum,
o liebesheller Weihnachtsbaum!
In dunkle Nächte glänzt dein Licht
so froh voraus, du wandelst nicht;
es sorgt der Mutter Herz, und dann -
das Christkind zündet die Lichter an!

Großmutter spricht: Nur still, nur still!
Denn wenn ein Kind nicht warten will,
vorwitzig schaut, voll Ungeduld,
was dann geschieht, ‘s ist seine Schuld!
Sitz’ still ein Weilchen nur, und dann -
das Christkind zündet die Lichter an!

Das Gretlein sitz ihr stumm im Schoß,
macht nur die Augen hell und groß,
hat für sein fragend Kätzlein dort
kein Auge jetzt, kein Schmeichelwort;
Großmutter blickt so lieb, und dann -
das Christkind zündet die Lichter an! - -

Die Jahre kommen, die Jahre gehn,
der schönste Tag hat kein Bestehn,
‘s ist einmal so von Gott bestellt:
man scheidet täglich von der Welt!
Der dunkle Abend kommt, und dann -
das Christkind zündet die Lichter an!

Denkt doch, was Einfalt ist

Silesius, Angelus

Denkt doch, was Einfalt ist!
Seht doch, was Einfalt kann!
Die Hirten schauen Gott
am allerersten an.

Der sieht Gott nimmermehr,
nicht dort noch hier auf Erden,
der nicht ganz inniglich
begehrt, ein Hirt zu werden.

Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen

Kletke, Hermann

Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen,
Wie glänzt er festlich, lieb und mild,
Als spräch' er: "Wollt in mir erkennen
Getreuer Hoffnung stilles Bild."

Die Kinder stehn mit hellen Blicken,
Das Auge lacht, es lacht das Herz,
O fröhlich, seliges Entzücken,
Die Alten schauen himmelwärts.

Zwei Engel sind hereingetreten,
Kein Auge hat sie kommen sehn,
Sie gehn zum Weihnachtsbaum und beten
Und wenden wieder sich und gehn.

"Gesegnet seid ihr alten Leute,
Gesegnet sei du kleine Schar !
Wir bringen Gottes Gaben heute
Dem braunen wie dem weißen Haar !"

"Zu guten Menschen, die sich lieben,
Schickt uns der Herr als Boten aus,
Und seid ihr treu und fromm geblieben,
Wir treten wieder in dies Haus !"

Kein Ohr hat ihren Spruch vernommen
Unsichtbar jedes Menschen Blick
Sind sie gegangen wie gekommen,
Doch Gottes Segen bleibt zurück.

Der Pelzemärtel

Pocci, Franz von

Die Winde sausen um das Haus,
es stürmt daher der Winter.
Nun schaut Pelzmärtel Nikolaus
nach euch sich um, ihr Kinder.
Da will ich sehen, was er sagt,
wenn er nun Vater und Mutter fragt,
ob ihr auch brav gewesen.

Horch! Kommt er nicht die Trepp’ herauf?
Hört ihr nicht poltern und schnaufen?
Jawohl, er ist’s! - Die Tür geht auf. -
Ihr braucht nicht fortzulaufen
und dürft auch nicht erschrecken
vor Ruten und vor Stecken,
sieht er auch gleich zum Fürchten aus!

Nun schaut er rings die Kleinen an
und spricht: "Ihr frommen Kinder,
ihr sollt mir alles Gute han!
Ich bring euch für den Winter
hier Äpfel und Birnen und Mandelkern,
Lebkuchen und Nüsse und Zuckerstern;
da füllt euch Kappen und Taschen!

Die Kinder klauben und freuen sich sehr;
doch finster brummt der Alte:
"Nun gebt mir die bösen Buben her,
die trag ich mit fort zum Walde!"
Der Vater spricht: "Sie sind alle brav
und brauch weder Zank noch Straf’;
sie folgen und lernen mit Freuden!"

Da sagt der Märtel: "’s freut mich doch,
dass wir euch Freude machten.
Seid nur recht brav, dann gibt’s auch noch
recht fröhliche Weihnachten!
Ade, ihr Kinder! Bleibt nur hier!" -
Nun schlürft er wieder hinaus zur Tür
und stolpert die Stiege hinunter.

Doch horch, wie schrei’n im Nachbarhaus
die bösen Knaben und Mädchen!
Ha, sieh! Der Nikolaus kommt heraus,
im Sack den Fritz und das Gretchen.
Nun hilft kein gutes, kein böses Wort;
der Pelzmärtel trägt sie fort
zu den Wölfen und Bären im Wald.

Die Heilige Nacht

Thoma, Ludwig

So war der Herr Jesus geboren
im Stall bei der kalten Nacht.
Die Armen, die haben gefroren,
den Reichen war's warm gemacht.

Sein Vater ist Schreiner gewesen,
die Mutter war eine Magd,
Sie haben kein Geld besessen,
sie haben sich wohl geplagt.

Kein Wirt hat ins Haus sie genommen;
sie waren von Herzen froh,
dass sie noch in Stall sind gekommen.
Sie legten das Kind auf Stroh.

Die Engel, die haben gesungen,
dass wohl ein Wunder geschehn.
Da kamen die Hirten gesprungen
und haben es angesehn.

Die Hirten, die will es erbarmen,
wie elend das Kindlein sei.
Es ist eine G'schicht für die Armen,
kein Reicher war nicht dabei.

Weihnachtslied

Freiligrath, Ferdinand

Wenn traulich mit schimmernden Flocken
Der Winter die Erde bestreut,
Und rings die metallenen Glocken
Sich regen zum Weihnachtsgeläut'

Dann senkt sich auf goldigem Wagen
Das Christkind zur Erde herab.
Von rosigen Wolken getragen.
Im Händchen den silbernen Stab.

Von purpurnem Samt ist sein Röckchen,
Das Krönlein von edlem Gestein,
Und über den wallenden Löckchen
Glänzt blendend ein Heiligenschein.

Und Engel mit farbigen Schwingen
Umringen das liebliche Kind,
Und zitternde Glöckchen erklingen,
Und huldigend flüstert der Wind.

So naht es der Erde Revieren
Mit strahlendem, bunten Gespann
Es öffnen von selbst sich die Türen,
Pocht leise sein Fingerchen an.

Und springen die Pforten, die Riegel,
Bewältigt vom himmlischen Schein,
Dann schwebt es mit leuchtendem Flügel
In Häuser und Hütten hinein.

Es sieht nach den schlafenden Kindern,
Und küßt sie voll Inbrunst und spricht
Schlaft ruhig, ihr möchtet mich hindern.
Schlaft ruhig und störet mich nicht.

Drauf trägt es in jegliches Zimmer
Den prangenden, duftenden Baum.
Wie schmücken mit leuchtendem Schimmer
Die Kerzen der Zweigelein Saum.

Wie funkeln die herrlichen Gaben.
Wer hat sich wohl Schön'res gedacht.
Es weiß, was die Kinder gern haben,
Das hat es denn alles gebracht.

O freut euch. Zu uns auch die Räder
Des Wägeleins hat es gelenkt.
O juble und freue sich jeder.
Wie reich find auch wir heut' beschenkt.

Ertöne melodisch, in leisen
Akkorden, o Weihnachtsgesang.
Christkindchen, empfange der Waisen,
Der Glücklichen, innigen Dank.

Christmarkt vor dem Berliner Schloss

Keller, Gottfried

Welch lustiger Wald um das hohe Schloß
hat sich zusammengefunden,
ein grünes, bewegliches Nadelgehölz,
von keiner Wurzel gebunden!

Anstatt der warmen Sonne scheint
das Rauschgold durch die Wipfel;
hier backt man Kuchen, dort brät man Wurst,
das Räuchlein zieht um die Gipfel.

Der eine kauft ein bescheidnes Gewächs
zu überreichen Geschenken,
der andere einen gewaltigen Strauch,
drei Nüsse daran zu henken.

Und kommt die Nacht, so singt der Wald
und wiegt sich im Gaslichterscheine;
da führt die ärmste Mutter ihr Kind
vorüber dem Zauberhaine.

Die Krippe

Hensel, Luise

Was ist das doch ein holdes Kind,
Das man hier in der Krippe find’t?
Ach, solch ein süßes Kindelein,
Das muss gewiss vom Himmel sein.

Die Frau, die bei der Krippe kniet
Und selig auf das Kindlein sieht,
Das ist Maria, fromm und rein,
Ihr mag recht froh im Herze sein.

Der Mann, der zu der Seite steht
Und still hinauf zum Himmel fleht,
Das muss der fromme Joseph sein,
Der tut sich auch des Kindleins freu’n.

Und was dort in der Ecke liegt
Und nach dem Kindlein schaut vergnügt,
Ein Öchslein und ein Eselein,
Das mögen gute Tierlein sein!

Und dort kommen, fromm und gut,
Mit langem Stab und rundem Hut,
Das ist der Hirten fromme Schar,
Die bringen ihre Gaben dar.

Und was den Stall so helle macht,
Und was so lieblich singt und lacht,
Das sind die lieben Engelein,
Die schau’n zu Tür und Fenster ein.

Und die dort kommen ganz von fern
Und gläubig schauen nach dem Stern,
Das sind der Weisen Kön’ge drei
Mit Weihrauch, Gold und Spezerei.

Und ob dem Hüttlein flammt der Stern,
Der leuchtet nah und leuchtet fern;
Er leuchtet auch durch unsre Zeit
Und leuchtet bis in Ewigkeit.

Sei hochgelobt, du dunkle Zell’!
Durch die die ganze Welt wird hell.
Klein Kindlein in Mariens Schoß,
Wie bist du so unendlich groß!

In der Christnacht

Stieler, Karl

Oh Winterwaldnacht, stumm und hehr
mit deinen eisumglänzten Zweigen,
lautlos und pfadlos, schneelastschwer,
wie ist es groß, dein stolzes Schweigen.

Es blickt der Vollmond klar und kalt,
in tausend funkelharte Ketten
sind festgeschmiedet Berg und Wald,
nichts kann von diesem Bann erretten.

Der Vogel fällt, der Wind bricht ein,
der Quell versiegt, die Fichten beben,
so kämpft den großen Kampf ums Sein
ein tausendfaches, banges Leben.

Nur in den Dörfern traut und sacht
da läuten heut' zur Welt hienieden
die Weihnachtsglocken durch die Nacht
das Wunderlied vom ewigen Frieden.

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