Olpen, Christoph (1974-1999)

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Nachruf & Fluch

Mein Name ist das was ich schreibe,
meine Gebete Worte.
Ich bin Akzent und Punkt.
Meine Laute sind Silben und jeder Buchstabe ein Amen.
Mein Satz ist endgültig und meine Sätze unendlich wahrhaft.
Mein Text ist endlich und klar.
Ich bin Zustand und Teil oder Geschichte.
Meine Geschichten sind jede Geschichte.
Ich spreche diese für jene und alle,
die Geschichte und dessen Erzählung erleben,
die sie erleben und die sie verbrauchen.
Ich bin Erzähler und Schreiber, nicht Dichter, nicht Denker.
Meine Niederschrift ist das Leben, das Erlebte, das Geschriebene
und gleich meinem Fluch der gleich meiner Not ist,
meine unendliche Sehnsucht und Suche nach der Wahrheit zu stillen
und zu bewahren für die, die kommen werden.

© 2000 by Klaus Olpen, urheberrechtlich geschützt

Treiben ...

Auf dem Wasser zu treiben,
In dem Meer zu versinken,
zu fließen, zu fühlen,
was darunter ist, was verborgen;
Ein Moment zu sein,
in dem Gefühl zu verstehen
zu begreifen, zu beeinflussen,

wass man darunter fand,
was geborgen;
in Gedanken beieinander,
in dem Bild zu sehen,
zu hoffen, zu holen,
was ins Licht will, was nach oben muss.

© 2000 by Klaus Olpen, urheberrechtlich geschützt