Martin Greif (1839-1911)

Sternennacht

 

Von frischer Kühle angezogen

Verlass ich spät die Tür,

Da wölbt der tieferblaute Bogen

Sich lockend über mir.

 

Der Mond aus leiser Nebelhülle

Streut sachten Glanz umher,

Der Höhen reine Ätherfülle

Durchglüht ein Sonnenheer.

 

Ein jeder Stern an seiner Stelle,

O welche hehre Pracht,

Der Himmel strahlt in Zauberhelle,

Und doch ist tiefe Nacht.