Hoffmann von Fallersleben, August Heinrich (1798-1874)

Winternacht

Wie ist so herrlich die Winternacht! 
Es glänzt der Mond in voller Pracht 
Mit den silbernen Sternen am Himmelszelt.

Es zieht der Frost durch Wald und Feld 
Und überspinnet jedes Reis 
Und alle Halme silberweiß.

Er hauchet über dem See, und im Nu, 
Noch eh' wir's denken, friert er zu.

So hat der Winter auch unser gedacht 
Und über Nacht uns Freude gebracht. 
Nun wollen wir auch dem Winter nicht grollen 
Und ihm auch Lieder des Dankes zollen.

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