Hammer, Julius (1810-1862)

Sommerfäden

Sommerfäden seh´ ich fliegen
Durch die lichten, warmen Räume
Und ans dunkle Laub der Bäume
Sich mit leisem Schimmer schmiegen.

Doch wie auch im sonnig blauen
Äther sich der Laubschmuck brüste,
Ist mir´s doch, als ob ich müßte
Immer nach den Fäden schauen.

Denn ich möchte sie vergleichen
Mit den ersten weißen Haaren,
Die vielleicht nach wen´gen Jahren
Mir auch durch die Locken schleichen.

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