Klabund (1890-1928)

Komm zur Stunde der Gespenster

Komm zur Stunde der Gespenster, 
Daß kein Blick dich mehr berühre. 
Komm mit einem Stern durchs Fenster, 
Mit dem Windstoß durch die Türe.

Leg zu mir dich in die Kissen, 
Laß uns Wang an Wange schweigen, 
Bis in flammenderen Küssen 
Wir uns zueinander neigen.

Nimm mich mit dir, wenn du scheidest 
Beim Gesang der Philomele. 
Leiden will ich, was du leidest, 
Selig sein in deiner Seele.

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