Vring, Georg von der (1889-1968)

Jägerlied

Wär ich ein Wild
Und lebt ich in Wäldern!
Unter der Neige
Stäubender Zweige
Ging mir der Winter dahin.

Heute noch prangt
Am Liguster die Beere.
Schwarz unter vielen,
Frierend auf Stielen,
Nimmt sie der Winter dahin.

Schwarz ist der Schrot
Im Rohr meiner Flinte.
Feuerfarben
Sprühen die Garben
Hinter dem Wilde dahin.

Heute das Wild
Und morgen der Jäger!
Nachts in der Hütte
Stören mich Schritte,
Aber ich höre nicht hin.

© Langewiesche-Brandt

Zurück