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Franz Bonn (1830–1904)
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Schlittenfahrt
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Lustig ist die Winterzeit, Wenn es draußen Flocken schneit Und das Wasser wird zu Eis; Alles ist da licht und weiß!
Lieber Schlitten komm herfür! Darfst nun wieder vor die Tür! Unterm Dach in finsterm Gang Lagest du vergessen lang.
Darfst jetzt wieder an das Licht, Alter Schlitten! Freut´s dich nicht? Rühret nicht ein frischer Stolz Sich in deinem harten Holz?
Fliegest du vom Hügel her, Wird dir keine Last zu schwer; Lustig sausest du hinab, Schneller als ein Pferd im Trab -
Schlittenfahren, hei, juhei! Saget mir, was schöner sei? Fliegt die Locke frisch im Wind, O wie geht es so geschwind!
Nenn´ ich keinen Schlitten mein, Ist´s ein Brett, war´s noch so klein; Wenn der Schnee nur fest und hart, Taugt es wohl zur Schlittenfahrt.
Sagt, wo ist ein Kavalier, Der so herrlich fährt wie wir? Sagt, wo ist ein Fürst der Welt, Dem sein Fuhrwerk so gefällt?!
Ob das Näschen frieren mag, Frisch den ganzen Nachmittag Fahren wir in Lust und Saus, Schleichen abends still nach Haus.
Kurze Lust und Seligkeit, Währest nur so lang es schneit. Ach wie bald, so schmilzt der Schnee, Lieber Schlitten dann ade! -
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Versteckens
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Im Nachbarhof - o schöne Welt! Mit Brettern, Stangen, Dielen, Wie ist da alles vollgestellt, Recht zum Versteckens spielen.
Da ist ein Hügel, ein Mauerloch, Ein kleiner Stall für Schweine, Des Hundes Hütte und dazu noch Die lustigen, großen Steine.
Wie uns in stiller Seligkeit Die Stunden da entschwinden - Kein schönrer Fleck ist weit und breit Auf dieser Welt zu finden!
In allen Winkeln groß und klein Die einen sich verstecken, Die andern suchen aus und ein An allen End´ und Ecken.
Es folgen Hund und Vögelein Dem fröhlichen Gewimmel. O Kind, dir ist kein Raum zu klein, Und jeder Raum ein Himmel!
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