Wilhelm Busch

von Monika Spatz (Kommentare: 0)

„Enthaltsamkeit ist das Vergnügen an Sachen, welche wir nicht kriegen.“

Dieser Spruch stammt wie so viele, die in unseren Sprachgebrauch eingegangen sind, von Wilhelm Busch. Sein Todestag jährt sich heute zum 105.Mal.

Geboren wurde Wilhelm Busch bzw. Heinrich Christian Wilhelm Busch wie er mit vollem Namen hieß am 15.April 1832 in Wiedensahl als erstes von sieben Kindern.

Von 1841 bis 1847 lebte er bei seinem Onkel,der ihn auch privat unterrichtete,  zunächst in Ebergötzen bei Göttingen, dann in Lüthorst am Solling,

1847 – mit 15 Jahren! -  begann Wilhelm Busch auf Wunsch des Vaters mit dem Maschinenbau-Studium in Hannover, brach es aber vier Jahre später  ab. Er studierte nun an den Kunstakademien in Düsseldorf, Antwerpen und in München.

Dort erkannte der Maler und Verleger der humoristischen Münchener Zeitschrift "Fliegende Blätter", Caspar Braun, 1859 Buschs Talent als satirischer Zeichner. Wilhelm Busch veröffentlichte darin in den folgenden Jahren rund 100 Beiträge.

1865 wird die Bildergeschichte "Max und Moritz veröffentlicht, mit der Buschs Durchbruch gelingt. Die Rechte verkaufte Busch allerdings an seinen Verleger für 1700 Goldmark.

Busch verstand es meisterhaft, Charaktere und Situationen zu karikieren. Es gelang ihm überaus treffend, mit knappen Texten seine kritische Haltung gegenüber der verlogenen Moral auszudrücken.

1893 veröffentlicht er seine Autobiographie "Von mir über mich"

Ab dem Jahre 1898 wohnt Wilhelm Busch in Mechtshausen am Harz, wo er am 9.Januar 1908 mit 75 Jahren stirbt.

Lassen wir ihn selbst zu Wort kommen, was seinen Lebenslauf angeht:

 

Lebenslauf

Mein Lebenslauf ist bald erzählt. -
In stiller Ewigkeit verloren
Schlief ich, und nichts hat mir gefehlt,
Bis dass ich sichtbar ward geboren.

Was aber nun? - Auf schwachen Krücken,
Ein leichtes Bündel auf dem Rücken,
Bin ich getrost dahingeholpert,
Bin über manchen Stein gestolpert,

Mitunter grad, mitunter krumm,
Und schließlich musst' ich mich verschnaufen.
Bedenklich rieb ich meine Glatze
Und sah mich in der Gegend um.

 O weh! Ich war im Kreis gelaufen,
Stand wiederum am alten Platze,
Und vor mir dehnt sich lang und breit,
Wie ehedem, die Ewigkeit.

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