Schläft ein Lied ...

von Monika Spatz (Kommentare: 0)

Wünschelrute

Schläft ein Lied in allen Dingen
Die da träumen fort und fort, 
Und die Welt hebt an zu singen, 
Triffst du nur das Zauberwort.

Nicht ohne Grund steht dieses Gedicht auf der Startseite von Gedichtsuche. Es ist mir neben Mondnacht eines der liebsten und begleitet mich schon fast mein ganzes Leben. Sein Verfasser gilt als der Romantiker schlechthin – Joseph von Eichendorff. Obwohl er eher die Spätphase der Romantik geprägt hat, gilt Eichendorff als der Inbegriff des romantischen Dichters.

In seinen Gedichten herrschen die literarischen Motive der Romantik vor: Aufbruch, Reisen, Sehnsucht, Mondlicht, Hörnerklang und Waldesrauschen. Sie sprechen auch heute noch die Menschen an.

Viele seiner Gedichte wurden vertont und gehören zu den bekanntesten deutschen Volksliedern z.B. „In einem kühlen Grunde“, „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“ oder „Oh Täler weit, oh Höhen Eichendorff zählt zu den meistvertonten deutschsprachigen Lyrikern.

Doch Eichendorff verfasste auch Romane und Erzählungen. Seine Novelle "Aus dem Leben eines Taugenichts“ wurde 1826 veröffentlicht und gilt als Höhepunkt der Spätromantik.

Heute, am 10.März 1788 geboren, jährt sich Eichendorffs Geburtstag zum 225. Mal. Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff wurde als zweites Kind des preußischen Offiziers Freiherr Adolf Theodor Rudolf von Eichendorff und dessen Frau Karoline auf Schloss Lubowitz bei Ratibor geboren.

Nach dem Studium der Rechtswissenschaft trat  Eichendorff 1813 ins preußische Heer ein und nahm am Befreiungskrieg gegen Napoleon teil. Danach wurde er preußischer Beamter in Breslau, später in Danzig, in Königsberg und zuletzt in Berlin. 1815 heiratete er Luise von Larisch, die ihm vier Kinder, zwei Söhne und zwei Töchter schenkte. Am 26.November 1857 starb Eichendorff 69-jährig in Neiße in Oberschlesien.

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