Ostern

von Monika Spatz (Kommentare: 0)

Nicht der Osterspaziergang von Goethe ist heute das Gedicht zu Ostern, denn es ist noch nicht überall so, dass Strom und Bäche vom Eise befreit sind und im Tal Hoffnungsglück grünt. Es dauert wohl noch einige Zeit bis der Winter sich endgültig zurückzieht

Besser passt da heute ein Gedicht von Georg von der Vring, das eine kalte Märznacht in der Vorosterzeit beschreibt.

Vor Ostern

Der volle Mond rollt übern Berg,
ich hab es wohl gesehen,
auch sah ich einen Baum als Zwerg
weit in der Ebene stehen.

Die Nacht im März ist klar und kalt.
Viel Gräser müssen frieren.
Ach möchten doch die Veilchen bald
das junge Gras verzieren.

Dass ich vor Tag und wo ich steh
am Zaun viel blaue Nester seh
und Laub, sie zu umhüllen,
und Küsse, die sie füllen.

Georg von der Vring fängt mit seiner Naturlyrik sehr empfindsam die Stimmung jener Nacht ein.  Die Kälte ist fast körperlich spüren. Und man hofft mit ihm, dass bald die Veilchen aus dem Gras sprießen und den Frühling verkünden.

Allen Freunden der Gedichtsuche ein frohes Osterfest und viele bunte Eier! :)

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