Marie von Ebner-Eschenbach

von Monika Spatz (Kommentare: 0)

Eines meiner Lieblingsgedichte ist ein kleines, ein kurzes Gedicht. Es stammt von der österreichischen Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach.

Ein kleines Lied

Ein kleines Lied, wie geht's nur an,
dass man so lieb es haben kann?
Was liegt darin? Erzähle!

Es liegt darin ein wenig Klang,
ein wenig Wohllaut und Gesang
und eine ganze Seele.

Sie schrieb zahlreiche Novellen und Erzählungen, z.B. Krambambuli. Im Jahre 1900 wurde sie erster weiblicher Ehrendoktor der Wiener Universität. Marie von Ebner-Eschenbach starb am 12.März 1916 mit 85 Jahren in Wien.

Sie hinterließ viele Aphorismen. Hier sind einige davon:

- Nenne dich nicht arm, wenn deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind; wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat.

- Die Leute, denen man nie widerspricht, sind entweder die, welche man am meisten liebt, oder die, welche man am geringsten achtet.

- Für das Können gibt es nur einen Beweis: das Tun.

- Viele Leute glauben, wenn sie einen Fehler erst einmal eingestanden haben, brauchen sie ihn nicht mehr abzulegen.

- Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann.


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