18.März 2018

von Monika Spatz (Kommentare: 2)

Die Sternseherin Lise

Ich sehe oft um Mitternacht, 
Wenn ich mein Werk getan 
Und niemand mehr im Hause wacht, 
Die Stern' am Himmel an.

Sie gehn da, hin und her zerstreut 
Als Lämmer auf der Flur; 
In Rudeln auch, und aufgereiht 
Wie Perlen an der Schnur.

Und funkeln alle weit und breit
Und funkeln rein und schön; 
Ich seh’ die große Herrlichkeit 
Und kann mich satt nicht sehn ...

Dann saget unterm Himmelszelt
Mein Herz mir in der Brust: 
“Es gibt was Bessers in der Welt 
Als all ihr Schmerz und Lust.“

Ich werf mich auf mein Lager hin, 
Und liege lange wach,
Und suche es in meinem Sinn: 
Und sehne mich darnach.

Matthias Claudius

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Kommentar von Marlene |

Danke für immer wieder so schöne Gedichte, Weisen und Verse - wöchentlich - ich liebe diese Zufriedenheit - die daraus resultiert. Sowas tankt meine Batterien enorm auf und macht mich für den Augenblick - sehr, sehr glücklich ! Herzliche Grüße aus Hannover - Marlene

Kommentar von Monika Spatz |

Vielen Dank!