11.November 2018

von Monika Spatz (Kommentare: 0)

In Herbstestagen

In Herbstestagen bricht mit starkem Flügel 
Der Reiher durch den Nebelduft. 
Wie still es ist, kaum hör’ ich um den Hügel 
Noch einen Laut in weiter Luft.

Auf eines Birkenstämmchens schwanker Krone 
Ruht sich ein Wanderfalke aus. 
Doch schläft er nicht, von seinem leichten Throne 
Äugt er durchdringend scharf hinaus.

 Der alte Bauer mit verhaltnem Schritte 
Schleicht neben seinem Wagen Torf. 
Und holpernd, stolpernd schleppt mit lahmem Tritte 
Der alte Schimmel ihn ins Dorf.

Detlev von Liliencron

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