Gedicht des Monats November

von Monika Spatz (Kommentare: 1)

Der November, traditionell als Trauermonat gesehen und bedacht, neigt sich dem Ende zu.Passend zu diesem Theman ein Gedicht von Joachim Ringelnatz.

Herbst im Fluss

Der Strom trug das ins Wasser gestreute
Laub der Bäume fort.
Ich dachte an alte Leute
Die auswandern ohne ein Klagewort.

Die Blätter treiben und trudeln,
Gewendet von Winden und Strudeln
Gezügig, und sinken dann still.

Wie jeder, der Großes erlebte,
Als er an Größerem bebte,
Schließlich tief ausruhen will.

Weitere Herbstgedichte finden Sie bei den Lesepfaden und den Gedichten für Kinder.

 

 

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Kommentar von Richard Hornung |

Kein Kommentar, ausser der Freude,dass Sie den Reiners und seine Sammlung Der Ewige Brunnen so gruendl;ich kennen und lieben,
Aber nun auch eine grosse Bitte. Mir geht das Gedicht Himmelsmaerchen von Ricarda Huch nicht aus dem Sinn und die Sammlung in der es vorkommt (Entweder "Geliebte Verse" oder
"Geliebte Gedichte" (?) ) ist durch einen Hausbrand verloren gegangen. In der Sammlung ist jedes Gedicht ein Lieblingsgedicht von den verschiedensten beruehmten und prominenten Persoenlichkeiten des oeffentlichen Lebens im frueheren Westdeutschland. Meine Suche war bislang erfolglos. Wuerden Sie mir weiterhelfen?
Nebenbei: bin ich sicher dass Ihnen selber dies Gedicht gefallen wird. Es ist berauschend schoen. Handelt von den Planeten des Sonnensystems, wie sie untereinader sind jeder auf den anderen neugierig einer nach dem anderen von sich selbst erzaehlen, Zum Schluss kommt die Erde ("Scheherazade") dran und alle Verstummen in tiefstem Staunen und Mitgefuehl, und weinen.
Es gruesst Sie
Richard Hornung