Christian Morgenstern

von Monika Spatz (Kommentare: 0)

Hundert Jahre ist es am 31.März her, dass Christian Morgenstern an Tuberkulose starb. Er hatte sich  als Kind bei seiner Mutter angesteckt, die ebenfalls dieser Krankheit erlegen war.

Geboren wurde er am 6. Mai 1871 in München. Während seine Eltern Landschaftsmaler waren, widmet sich Morgenstern bald schon dem Schreiben. Schon während seiner Schulzeit verfasste er kleinere Satiren und Gedichte. Schließlich wird das Schreiben zu seinem Beruf. Immer wieder muss er seine Arbeit wegen gesundheitlicher Probleme unterbrechen und Sanatorien aufsuchen. 1905 erscheinen die „Galgenlieder“.  1910 heiratet er Margareta Gosebruch von Liechtenstern. Durch sie kommt er mit den anthroposophischen Werken Rudolf Steiners  in Berührung.

Christian Morgenstern stirbt am 31. März 1914 in Meran. Seine Urne steht im Goetheanum in Dornach.

Mein persönliches Lieblingsgedicht von Morgenstern ist das Möwenlied:

Das Möwenlied

Die Möwen sehen alle aus,
als ob sie Emma hießen.
Sie tragen einen weißen Flaus
und sind mit Schrot zu schießen.

Ich schieße keine Möwe tot,
ich lass sie lieber leben –
und füttre sie mit Roggenbrot
und rötlichen Zibeben.

O Mensch, du wirst nie nebenbei
der Möwe Flug erreichen.
Sofern du Emma heißest, sei
zufrieden, ihr zu gleichen.


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